Werkstatt Bazar statt Agenturmodell
Kairo - wie am Nil Autos unkompliziert repariert werden - ganz ohne Agenturmodell.
In der Millionenmetropole Kairo gehört dichter, oft unübersichtlicher Verkehr zum Alltag – und das spiegelt sich auch in den Unfallzahlen wider. Die Central Agency for Public Mobilization and Statistics (CAPMAS) hat vor zwei Jahren einen landesweiten Anstieg von Verkehrsunfällen von 24,5 % festgestellt. Die Zahl der tödlichen Unfälle mit 718 Opfern war in Kairo am höchsten. Enge Straßen, hohe Fahrzeugdichte und ein oft wenig "regelkonformes" Fahrverhalten erhöhen das Risiko zusätzlich.
Die genaue Zahl aller Unfälle in Kairo lässt sich schwer bestimmen. Viele kleinere Kollisionen werden im hektischen Stadtverkehr gar nicht offiziell erfasst. Experten gehen jedoch davon aus, dass es jährlich mehrere hundert schwere Unfälle gibt, ergänzt durch eine hohe Dunkelziffer an leichten Zusammenstößen.
Fahr in den Auto-Bazar und alle sehen was dein Auto braucht"
Zu reparieren gibt es also immer etwas, zumal alle drei Jahre der TÜV die Autos kontrolliert. Wer eine Werkstatt oder Ersatzteile braucht, der sucht nicht wie bei uns nach der "zuständigen" Werkstatt, oder Abschlepper, sondern fährt mit seinem Wagen, so wie er ist, in das Werkstatt-Bazarviertel.
Straßenhändler bieten Ersatzteile aller Art. Reparatur-Läden bieten drinnen Tisch und Kaffee und am Bordsteinrand aufgereiht ihre Werkstatt unter freiem Himmel.
In Kairo hat jedes Viertel seinen Geschäftsschwerpunkt: Möbel. Elektro, Auto usw. So muß man nicht lange suchen, keine "Agentur oder Werkstatt" wie bei uns, man fährt einfach hin und alle sehen schon was dein Auto braucht.
Wie man sich auf Kairos Straßen fühlt, erlebt man hier:Wenn Hupen zur Sprache wird
https://allesuebermobilitaet.blogspot.com/2026/03/hupe-dich-durch-das-straenchaos.html




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